Es muss nicht immer echt sein. Für Johannes Meyer-Dohm vom Element Green-Partnerbetrieb P2 Objektgrün spricht vieles für die Kunstpflanze – vor allem dort, wo die Bedingungen für lebende Pflanzen schwierig sind.
Grüne Umgebungen zu schaffen und Arbeits- und Wohnwelten lebendiger und gesünder zu machen – das ist unser Anliegen als Innenraumbegrüner. Immer wieder entstehen neue Züchtungen, robustere Pflanzen, Pflanzsysteme und Dienstleistungsangebote zur Pflege, die das Leben mit Pflanzen erleichtern.
Jeder Gärtner fühlt sich aber auch verantwortlich für „seine“ Pflanzen. Eine Pflanze kann sich nicht selbst versorgen, sondern ist darauf angewiesen, dass ihr genügend Licht, Wasser und Nährstoffe zur Verfügung gestellt werden. Ist das nicht möglich, können Kunstpflanzen eine sinnvolle Lösung sein.
So funktioniert die Kunstpflanze
Inzwischen werden Kunstpflanzen so naturgetreu hergestellt, dass auch manch professioneller Gärtner genau hinschauen muss, um sie als solche zu erkennen. Wer glaubt, sie seien glatte, perfekte Kopien ihrer Vorbilder, irrt: Selbst kleine Blattblessuren, Verfärbungen oder Farbunterschiede werden bewusst nachgebildet. Was die Illusion vollkommen macht, ist das sogenannte „Aufbiegen“. Mit botanischem Wissen und floristischem Geschick werden Blätter und Zweige so in Form gebracht, dass eine natürliche Wuchsform entsteht.
Pflanzen und Psyche
Psychologisch passiert bei Kunstpflanzen zunächst etwas Ähnliches wie bei echten Pflanzen: Sie wirken positiv auf unser Wohlbefinden. Nur wer genau hinsieht oder die Pflanze berührt, bemerkt den Unterschied. Viele Menschen sind enttäuscht, wenn die vermeintliche Natur als Nachbildung enttarnt wird. Das ist eigentlich schade – denn für die Atmosphäre eines Raumes macht es keinen Unterschied.
Gute Gründe für Kunstpflanzen
Es gibt gute Gründe, warum Kunstpflanzen manchmal die bessere Alternative sind:
- der Standort ist für lebende Pflanzen ungeeignet: zu dunkel, zu kalt oder zu klein für üppige Pflanzgefäße
- das gewünschte Begrünungsziel lässt sich mit lebenden Pflanzen nicht erreichen, beispielsweise ein Gefäß mit Kakteen und Wasserpflanzen oder dauerhaft tropische Blütenvielfalt
- die regelmäßige Pflege kann nicht sichergestellt werden
- Kunstpflanzen verändern sich nicht – kein Wachstum, kein Blattfall
- Kunstpflanzen müssen nicht ersetzt werden – bei lebenden Pflanzen kann das durchaus einmal nötig sein
Künstliche Pflanzen sind weit mehr als nur eine pragmatische Alternative zu ihren natürlichen Vorbildern. Sie erweitern das gärtnerische Repertoire – besonders dort, wo sich lebende Pflanzen nur mit erheblichem Aufwand dauerhaft erhalten lassen.
Gleichzeitig bleibt ein Grundsatz bestehen: Lebendige Pflanzen brauchen Bedingungen, unter denen sie gedeihen können. Licht, Wasser, Pflege und Aufmerksamkeit sind keine Nebensache. Pflanzen sind keine Wegwerfware. Wo diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, können hochwertige Kunstpflanzen eine überzeugende Lösung sein – und Räume ebenso wirkungsvoll begrünen.
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