Viele Projekte beginnen mit Vorstellungen davon, wie die Begrünung aussehen soll. Damit daraus eine Lösung entsteht, die langfristig funktioniert, müssen zunächst einige grundlegende Fragen beantwortet werden.
Professionelle Innenraumbegrünung ist weit mehr als die Auswahl attraktiver Pflanzen. Sie verbindet Pflanzenkenntnis mit Gestaltung, Technik und der Frage, wie eine Begrünung über viele Jahre hinweg funktionieren kann.
Der Raum gibt die Richtung vor
Bevor geeignete Pflanzen ausgewählt werden, geht es zunächst um die Rahmenbedingungen. Wie sind die Lichtverhältnisse? Welche Bereiche sollen gegliedert oder betont werden? Wie wird der Raum genutzt? Und wie lässt sich die spätere Pflege organisieren?
Gerade das Licht entscheidet darüber, welche Pflanzen dauerhaft gesund wachsen können. Nicht jeder Standort eignet sich für lebende Pflanzen. Wo Tageslicht fehlt, kann eine Pflanzenbeleuchtung sinnvoll sein. Ist das keine Option, können hochwertige Kunstpflanzen im Einzelfall die bessere Lösung sein als Pflanzen, die unter ungeeigneten Bedingungen dauerhaft leiden.
Ein Grundriss und ein Vor-Ort-Termin liefern dafür oft wichtige Hinweise. Denn selbst Räume mit großen Fensterflächen unterscheiden sich erheblich – etwa durch ihre Ausrichtung, Verschattung oder Nutzung.
Gestaltung ist mehr als Dekoration
Pflanzen verändern Räume. Sie können Arbeitsbereiche gliedern, Blickachsen lenken oder Empfangsbereiche prägen. Gleichzeitig beeinflussen Größe, Standort und Art der Begrünung auch Aufwand und Kosten.
Große Solitärpflanzen, begrünte Raumteiler oder Pflanzenwände setzen starke gestalterische Akzente, stellen aber auch höhere Anforderungen an Transport, Technik und Pflege. Nicht jedes Projekt benötigt deshalb spektakuläre Lösungen. Häufig entsteht eine überzeugende Raumwirkung durch das ausgewogene Zusammenspiel verschiedener Pflanzengrößen und Gefäße.
Entscheidend ist nicht, möglichst viele Pflanzen unterzubringen, sondern eine Begrünung zu entwickeln, die zur Architektur und zur Nutzung des Gebäudes passt.
Warum Angebote so unterschiedlich ausfallen
Wer Angebote verschiedener Fachbetriebe vergleicht, stellt häufig erhebliche Preisunterschiede fest. Diese ergeben sich jedoch nicht allein aus der Anzahl der Pflanzen. Auch Pflanzenqualität, Gefäße, Pflanzsysteme, Montage, Transport und das spätere Pflegekonzept fließen in die Kalkulation ein. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die beschriebenen Leistungen.
Ein aussagekräftiges Angebot sollte nachvollziehbar beschreiben, welche Pflanzen vorgesehen sind, welche Gefäße zum Einsatz kommen, welches Pflanzsystem verwendet wird und welche Leistungen im Preis enthalten sind. Erst dann lassen sich unterschiedliche Konzepte sinnvoll miteinander vergleichen.
Pflege ist Teil der Planung
Eine Innenraumbegrünung endet nicht mit dem Aufstellen der Pflanzen. Sie entwickelt sich weiter und braucht dauerhaft fachgerechte Betreuung.
Deshalb sollte die Pflege bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Ob ein Unternehmen die Begrünung kauft oder mietet, ist dabei zunächst zweitrangig. Entscheidend ist, dass Pflanzen regelmäßig kontrolliert, gepflegt und bei Bedarf an veränderte Bedingungen angepasst werden.
Ebenso wichtig ist die Wahl des Pflanzsystems. Es beeinflusst unter anderem den Wasserhaushalt, den Pflegeaufwand und die langfristige Entwicklung der Pflanzen.
Innenraumbegrünung ist eine Fachdisziplin
Professionelle Innenraumbegrünung entsteht nicht zufällig. Sie beginnt mit einer Analyse des Standorts und entwickelt daraus ein Konzept, das Gestaltung, Pflanzenwahl, Technik und Pflege zusammenführt.
Aus der Erfahrung der Element-Green-Partnerbetriebe zeigt sich immer wieder: Gute Begrünung erkennt man nicht daran, dass sie unmittelbar nach der Fertigstellung beeindruckt. Entscheidend ist vielmehr, dass sie auch Jahre später noch funktioniert – weil sie von Anfang an auf die Bedingungen des jeweiligen Standorts abgestimmt wurde.
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